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Herbstsession 2026: Grosser Erfolg bei Pelzen, Rückschritte bei Wolf und Streunerkatzen

Die Herbstsession 2026 brachte aus Sicht des Schweizer Tierschutzes STS Licht und Schatten. Mit dem beschlossenen Import- und Handelsverbot für tierquälerisch erzeugte Pelzprodukte setzte das Parlament ein starkes Zeichen für den Tierschutz. Gleichzeitig lehnte es jedoch wichtige Massnahmen gegen das Katzenelend ab und erleichterte die Regulierung des Wolfs.


Meilenstein bei Pelzprodukten

Der wichtigste Erfolg dieser Session betrifft den Umgang mit Pelzprodukten. Das Parlament hat den indirekten Gegenvorschlag zur Pelz-Initiative verabschiedet und damit ein Import- und Handelsverbot für tierquälerisch erzeugte Pelzprodukte beschlossen. Das Parlament hält auch an einem unabhängigen Zertifizierungssystem fest. Das neue Gesetz sieht nicht nur ein Importverbot vor, sondern auch Kontrollen und Strafbestimmungen entlang der Vertriebskette. Damit übernimmt die Schweiz international eine Vorreiterrolle und macht deutlich, dass Tierschutz nicht an der Landesgrenze endet.

Fortschritt bei Stopfleber

Auch beim Gegenvorschlag zur Stopfleber-Initiative konnte aus Sicht des STS ein wichtiges Signal gesetzt werden. Der Ständerat verzichtete auf eine weitere Abschwächung des Gegenvorschlags. Der bereinigte Gegenvorschlag sieht eine Deklarationspflicht für importierte Stopfleber vor und ermöglicht weitere Massnahmen, falls diese nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Der STS wertet dies als Schritt in die richtige Richtung. Dennoch bleibt der Gegenvorschlag deutlich hinter dem Ziel eines Importverbots zurück. Der STS empfiehlt deshalb weiterhin die Annahme der Stopfleber-Initiative.

Enttäuschung bei Streunerkatzen

Weniger erfreulich verlief die Session beim Thema Streunerkatzen. Der Nationalrat lehnte eine Motion ab, welche die unkontrollierte Vermehrung von Katzen eindämmen wollte.

Vorgesehen gewesen wäre eine Kastrationspflicht für Hauskatzen mit unkontrolliertem Freigang sowie für Katzen auf Landwirtschaftsbetrieben spätestens nach dem ersten Wurf. Für den STS ist die Ablehnung eine verpasste Chance, das Leid herrenloser und verwilderter Katzen nachhaltig zu reduzieren. Der STS wird sich daher auch künftig mit eigenen Kastrationsaktionen für dieses Ziel engagieren.

Weitere Lockerung in der Wolfsregulierung

Kritisch beurteilt der STS zudem die Annahme einer Motion, welche die gesetzliche Grundlage für den Abschuss von Wölfen bei Erreichen bestimmter Bestandszahlen schaffen will. Für den STS ist ein solcher Automatismus der falsche Weg. Starre Bestandszahlen werden weder der Biologie des Wolfs noch den konkreten Konfliktsituationen gerecht. Zudem können pauschale Abschüsse die sozialen Strukturen von Wolfsrudeln destabilisieren und bestehende Probleme sogar verschärfen. Statt die Regulierung weiter zu erleichtern, braucht es konsequente Präventionsmassnahmen und einen wirksamen Herdenschutz. Abschüsse müssen die Ausnahme bleiben und dürfen nur einzelfallbezogen, verhältnismässig und als letztes Mittel erfolgen.

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